BITTE NICHT HELFEN …

Bitte nicht helfen

Zum Thema Hilfe in Wikipedia: Hilfe im Sinne der Hilfsbereitschaft ist ein Teil der Kooperation in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Sie dient dazu, einen erkannten Mangel oder eine änderungswürdige Situation oder einer Notlage zu verbessern. Der Hilfe geht entweder eine Bitte des Hilfebedürftigen oder eine von ihm unabhängige Entscheidung durch Hilfsbereite voraus.

Klingt ja sehr fein …

… da gibt es ja die „Helferleins„, die das Helfen zum Lebensinhalt auserkoren haben … auch ungefragt und oft als Selbstzeck – Lieblingsätze in etwa: „Du sollst es ja besser haben„, „… damit dir nichts passiert„, „Ich weiss am besten, was zu tun ist„, „Ich mache das für uns“ …

Nun … warum wollen wir helfen?

Ist es nun ein wertfreier Antrieb „einfach zu helfen“ oder spielt etwa auch Selbstzweck (das bringt mir auch etwas – bzw. meinem Ego, oder ich trage damit „Schuld“ ab)  … ich darf wertfrei helfen und nicht aus Selbstzweck … ein essentieller Schlüssel.

Und eines darf uns bewusst werden und sein: man lernt nur aus EIGENEN Erfahrungen, nicht aus Erfahrungen anderer … wenn ich also „helfe“, ist die Möglichkeit da, dass ich den anderen in der Entwicklung blockiere – am Weg zum eigenen Selbst.

Nicht nur ist es essentiell die Erfahrungen selbst zu machen, auch darf man Dualität erleben, um Ausgleich und Einheit zu erreichen – und damit im Einklang leben zu können, dauerhaftes Wohlbefinden zu erlangen, in Liebe …

Was ich damit meine?

Ein Beispiel: esse ich einen Apfel wird sich zumeist ein Wohlgefühl im Magen einstellen, esse ich einen zweiten kann es sein, dass sich ein Völlegefühl entwickelt – beides darf ich erlebt haben – eben Dualität – keines ohne das andere, gemeinsam eine Einheit, die Empfindungen beim Essen von Äpfeln.

Ich mache keine Erfahrung, wenn mir jemand sagt: „Iss den zweiten Apfel nicht, dann kriegst du Bauchweh„… das ist FREMDE Erfahrung (die übrigens auch nachhaltig ANGST macht – es ist NICHT die eigene Erfahrung, die das verursacht – eigene Erfahrung führt nachhaltig ins Vertrauen) … ich darf beides selbst erleben, um einen Ausgleich zu erreichen und in mein Leben zu integrieren.

Noch etwas lerne ich dabei: 1+1=2 … und zwar nachhaltig … im Gegensatz dazu wirst du ev. auch die Erfahrung gemacht haben, dass das („Auswendig“)Lernen aus einem Buch nicht in Erinnerung bleibt (nach der Prüfung, die du für dieses Wissen ablegst) – du hast es nicht selbst erfahren.

Wenn wir nun beschliessen, das „Helfen“ zu einem Lebensinhalt zu machen, beruflich auszuüben – z.B. als Energethiker – da werden wir bald in einen Grenzbereich kommen, soferne wir bewusst und achtsam agieren … denn nur dann können wir die Illusion von Sein unterscheiden.

Jemand kommt mit „Problemen“ zu mir … hat z.B. Schmerzen – und bittet um Hilfe … wie weit soll meine Hilfe gehen? – In Bewusstheit und Achtsamkeit (der Energethiker muss ja nicht einmal einen Eid auf die Hilfe schwören, er folgt rein ethischen Grundsätzen)?

Geht es immer darum, den Schmerz/Problem zu beseitigen oder kann Schmerz/Problem auch eine Innere Aufgabe sein (siehe das Beispiel mit den Äpfeln)?

Wir dürfen 2 Arten von Schmerz/Problem unterscheiden – den tatsächlichen, physischen Schmerz/Problem (aufgrund z.B. eines körperlichen Problemes, wie Knochenbruch … oder eine Situation, in die wir aus Achtlosigkeit geraten sind) oder jene breite Vielfalt von Schmerz/Problem, den uns ein Verstand/ein Ego schickt (Verstand/Ego sind einfallsreich), um – die Gründe dafür können vielschichtig sein – Aufmerksamkeit zu erzeugen (die viel häufigere Ursache in der heutigen Zeit).

Tue ich nun etwas gegen diesen „Aufmerksamkeit-Schmerz„, dieses „Aufmerksamkeit-Problem“ wird er/es wieder kommen, immer wieder … ist uns (dem Klienten und dem Therapeuten) das nicht bewusst, oder geht man nicht achtsam mit dieser Tatsache um, werden wir uns gemeinsam in einem Hamsterrad drehen, z.B. 1x die Woche (was ja auch eine Komfortzone sein kann – für beide als Selbstzweck).

„Hilft“ der Energethiker damit nachhaltig oder geht er damit nicht nur den gleichen Weg, der oft in einer „Schulmedizin“ eingeschlagen wird – z.B. mit einem Schmerzmittel?

Wie kann nun Bewusstheit und Achtsamkeit erreicht werden?

Nun, ich kenne dieses Hamsterrad sehr gut, in das man auch mit „alternativen“, „energethischen“ Methoden geraten kann bzw. kann sich dieses Modell auf nahezu jede Lebenslage umlegen lassen – erkannt habe ich diesen Kreislauf/dieses Hamsterrad/diese „Illusion des Verstandes/Egos“ durch Meditation … es wurde mir bewusst, durch Achtsames SEIN … ich durfte das Wahre SEIN erkennen, mein Wahres SEIN – und mit diesem Erkennen ist eine neue Qualität von „Hilfe“ möglich – vielmehr ist es ein Aufzeigen einer Thematik, ein Begleiten, ein Unterstützen – ohne die Möglichkeit auf Selbsterfahrung zu nehmen … bewusst und achtsam.

Es beginnt in uns …

Bildquelle: unsplash/Christian Newman – THANK YOU!

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