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Das kleine Zimmer ohne Fenster

Der kleine Zimmer ohne Fenster

Stell dir vor, dir gehört ein Villa mit Meerblick und du bewohnst dort ausschließlich ein kleines Zimmer ohne Fenster.

Unvorstellbar für Dich?

Was ist nun, wenn ich dir sage, dass die Meisten von uns das gesamte Leben auf diese Art verbringen, im etwas übertragenen Sinne, aber doch!

Wir glauben nur an das, was der Verstand beweist und leben danach. Wir haben es nicht anders gelernt.

Doch selbst dem Verstand ist inzwischen klar, dass der Mensch maximal 10 – 20% seiner Hirnkapazität für das tägliche Leben nutzt (je nach Einsatz des Visuellen Denkens). Die Wissenschaft hat es offenbar bewiesen, etliche Bücher wurden inzwischen darüber geschrieben.

 

Was ist mit den übrigen 80% oder mehr? Was befindet sich dort? Ist dieses ungenutzte Potential eine Laune der Natur oder doch viel mehr.

Du kannst davon ausgehen, dass es einem Zweck dient. Nichts in der Natur geschah und geschieht zufällig … nicht einmal der Mensch.

Nun, unter anderem befinden sich dort die Antworten auf die Fragen „Wer bin ich?“ und „Was ist der Sinn meines Lebens“. Du wirst auf den unteren Ebenen deines Geistes keine befriedigenden Antworten auf diese Fragen finden. Der Verstand weiß keine Antworten darauf. Es übersteigt seine Möglichkeiten. Es ist das Unverständliche, das „ÜberSinnliche“ … und doch liegt genau dort der Sinn.

Der Verstand verlacht und verhöhnt dieses ÜberSinnliche sehr gerne. Es geschieht aus einer Angst heraus, aus der Angst vor dem UngeWissen.

Doch in diesem UngeWissen findet das tatsächliche Leben statt. Dort schlummern unendliche Möglichkeiten.

 

Photo by Daniel Hjalmarsson on Unsplash

Viele Menschen bewundern all die „Klugen Intellekte“ auf diesem Planeten, die ihr gesamtes Leben der Forschung widmen, ihre ganze Energie darauf verwenden, die noch offenen Fragen von Wissenschaft und Forschung zu beantworten. Man ist geneigt, sie nachzuahmen. Man möchte auch „so gescheit“ sein.

Doch tragen viele dieser Koryphäen die Antworten mit sich herum, ohne sie je zu finden. Sie sterben ohne die GeWissheit dieser Antworten. Oft war „der gute Ruf“ wichtiger als der Blick über den Tellerrand. Sie haben nur nach Außen gesehen, nie nach Innen. Sie haben die 20% ihrer Möglichkeiten ausgereizt, doch die Grenzen draüber hinaus nie überschritten. Sie haben sich nicht mit dem ÜberSinnlichen beschäftigt. Sie blieben im kleinen Zimmer ohne Fenster, ohne Blick auf das Meer, auch wenn die Forschungseinrichtung noch so groß war. Es wurde nur mit den Werkzeugen gearbeitet, die in diesem kleinen Zimmer vorhanden waren.

 

Das betrifft uns natürlich Alle, nicht nur die Koryphäen … wir alle tragen eine Koryphäe in uns herum 🙂

Wie kann ich diese Grenzen überwinden? Wie kann ich das kleine Zimmer verlassen, das notwendige Vertrauen finden.

Mein Schlüssel waren die Werkzeuge der Meditation, sie haben mich über viele Jahre dabei unterstützt, Schritt für Schritt ins Vertrauen zu kommen … es sind keine bestimmten Techniken, es ist nicht die Häufigkeit der Anwendung. Denke ich in diesen Mustern, bleibe ich auch im kleinen Zimmer. Es ist der Zustand, der durch das „Einfach Tun und Erfahren“ erreicht wird, das große Ganze. Es ist jener Zustand, der mir die Augen für den Blick auf die Villa und das Meer öffnet. Es ist jener Zustand, in dem die Grenzen jener 20%, mit denen ich mein Leben bislang verbracht habe, gesprengt wurden …

 

… jener Zustand, in dem auch die Zahl 100 verschwindet und mit ihr die Prozente …

… und mir ist auch „mein Ruf“ – ob gut oder schlecht – ganz herzlich egal 😉

Wie heisst es so schön: ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert!

 

Wolfgang Lugmayr ist Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer und Autor. Er lebt gemeinsam mit seiner Lebens- und Herzenspartnerin Michaela im idyllischen Städchen Ottensheim an der Donau in Oberösterreich.

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