Das Ziel des Lebens – aus Sicht der Veden …

Loslassen

Die 3 Phasen der Selbsterkenntnis – zum „Ziel des Lebens“ – aus Sicht der Vedischen Philosophie sind:

  • Erkennen

  • Transformieren

  • Bewusstheit – Einheit

Die Vedische Kultur ist die älteste nachweisbare „Glaubensrichtung“ Indiens – die Ursprünge gehen nach allgemeiner Meinung bis ca. 1.500 „v. Chr.“ zurück (möglicherweise noch weiter) – die Vedische Philosophie ist in ihren Grundsätzen mündlich von Generation zu Generation überliefert worden – niederschrieben erst wesentlich später (man ging in meinem Empfinden davon aus, dass das Wort „an einem toten Punkt angelangt“ ist, sobald es niedergeschrieben wird – das Wort darf lebendig bleiben, es zählt der Moment, an dem es ausgesprochen wird – nicht früher, nicht später. Die Bedeutung des Wortes darf sich je nach Situation verändern).

Die Vedische Philosophie geht von den oben angeführten 3 Lebensphasen aus – mit dem Ziel zu erkennen, dass es ein „Ich-Bild“ und ein „Selbst-Bild“ gibt (Erkennen), zu lernen diese beiden zu unterscheiden, sich von der Dualität zu lösen (der Schlüssel in dieser Phase – Dualität steht füt Zweiteilung, die Trennung z.B. in Gut/Böse, Mensch/Umwelt, Ratio/Intuition, Körper/Geist … oder eben Ich/Selbst) und dann zu einer Einheit zu verschmelzen (Transformieren) und in dieser Einheit in Bewusstheit zu leben.

Kommt uns das bekannt vor – nun, viele spätere Glaubensrichtungen und Philosophien basieren mehr oder weniger auf der Philosphie der Vedischen Kultur.

Ziel des Lebens laut dieser Philosophie ist es, die Phase der „Bewusstheit – Einheit“ zu erreichen … wir können auch unser gesamtes Leben in der Phase des „Erkennens“ oder auch „Transformation“ verbleiben – uns in diesen Grenzen der Unbewusstheit bewegen oder zu Suchenden werden. Wenn wir jedoch die 3. Phase nicht erreichen und die Einheit leben, werden all unsere Aufgaben in einem nächsten Leben wiederkehren.

Ein Kernpunkt dieser Philosophie ist auch, dass uns Lehrer nur in der Phase der Transformation begleiten können, erkennen dürfen wir selbst, für das Leben in Ein- und Bewusstheit ist kein Lehrer mehr notwendig. Wobei auch der Begriff „Lehrer“ anders definiert war. Ein Lehrer gab nur EIGENES Wissen und EIGENE Erfahrung weiter

Erlaubt mir eine persönliche Anmerkung: Diese Philosophie ist in einer Zeit entstanden ist, als die Menschen noch wesentlich bewusster – und bei sich selbst – lebten – dadurch nicht durch vieles abgelenkt waren, dass das Erkennen und auch die Transformation erschwert. In der heutigen Zeit werden wir mehr und mehr mit Illusionen versorgt, die das Erreichen einer Bewusst- und Einheit als nicht notwendig erscheinen lassen – z.B. wurde „Fortschritte“ in Wirtschaft und Technik erst durch Verlust von Bewusstheit – durch die Dualität – möglich. Fortschritt erschien aus einem reinen Ich-Bewusstsein „notwendig“, um „etwas zu erreichen“ … und erst dadurch entstanden u.a. Wettbewerb und Konsum … verbunden mit Neid, Besitzdenken und Angst vor Verlust – ein fruchtbarer Boden, um in der Phase „Erkennen“ zu verbleiben.

Wozu also mit der Innenschau beginnen, eigene Wahrheiten erkennen, wenn uns Google alles beantwortet?

Wie erkenne ich nun, dass ich in die Phase der „Transformation“ eintrete?

Das erkennst DU selbst. Ich kann einige eigene Erfahrung mit euch teilen – diese findest du hier, wenn du möchtest: Link

Ein Satz aus den Lehren hat mich noch gefunden: so lange das „Ich/Selbst“ noch ein Thema für mich ist, habe ich Einheit noch nicht erreicht … ein langer Weg 😉

Das Ziel des Lebens – es beginnt in uns selbst …

Wolfgang Maranius

The English translation of this article will follow soon …

Ziel des Lebens

Fotoquelle: Unsplash – Ian Schneider/Ashley Satz (Thank you for this beautiful pictures)

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