„Kundalini“ kommt aus dem Sanskrit (कुण्डलिनी) und bedeutet übersetzt so viel wie „Die Zusammengerollte“ – ich würde den Begriff noch um Schlange ergänzen – die Zusammengerollte Schlange …

Ich sprüre die Kundalini als eine prickelnde Lebensenergie.

Sie soll durch den Prana (übersetzt in etwa „der Lebensatem“) wirken – und über feine Energiekanäle, die „Nadi“ (übersetzt in etwa „Kanal, Röhre“), fliessen … so soll es denn sein. Auch der Verstand braucht seine Antwort 🙂

Kundalini

Kundalini wird in der Tantrischen Lehre auch mit der „Shakti“ gleichgesetzt – die kosmische, kreative, dynamische, weibliche Urkraft. Dieser steht „Shiva“ („der Glücksverheissende“) gegenüber – der männliche Teil, der stille Zeuge – der alles umfasst/lenkt, was existiert.

Wie spürt sich die Kundalini an, wie wirkt sie aus meiner Empfindung?

Ich empfinde die Kundalini als Energie, die sich spiralförmig nach oben hin entwickelt. Zumindest bewege ich mich in der Meditation meist so, wenn ich sie spüre.

Erwecke ich die Kundalini-Energie (z.B. durch zumeist Bewegte Meditationstechniken – aber auch Kundalini Yoga-Techniken), öffne ich mich mehr und mehr meinem Inneren Selbst, fühle mich aus dem Inneren heraus inspiriert und kreativ – „offen für innere Wahrheiten“ – Gefühle wie Hass, Neid und Angst wirken auf mich surreal, „unwirklich“.

Anmerkung: Dies habe ich erst erkannt, als ich mich – im Rahmen von Energiearbeit und Meditation – mit der Kundalini zu beschäftigen begonnen habe. Es war und ist ein langer Prozess, in dem emotionale Blockaden, Ängste und Lebensmuster langsam aufgelöst/abgegraben wurden und werden. Darunter wartet das Erkennen, die eigene Wahrheit – vergleichbar dem Graben nach einem Schatz.

Ich sehe Themen mit denen ich mich beschäftige „mit anderen Augen“, kann mich also aus einer anderen Sichtweise damit auseinandersetzen.

Die Rückkehr aus diesen Empfindungen/dem Inneren Selbst (die Kundalini „ rollt sich wieder zusammen“) empfinde ich immer mehr als „unangenehm“, aber notwendig, um ein Gleichgewicht meiner Empfindungen zu erhalten, eine Dualität zu erreichen, die mich Erfahrungen machen lässt – ein Verständnis für das Handeln im Aussen, in der Dualität zu bewahren.

Für mein eigenes Handeln, für die relevanten Entscheidungen in meinem Tun, ist die Kundalini-Energie aber zum essentiellen Bestandteil geworden. Das „Ego“ (= in etwa „die Kundalini schläft“), verbunden mit all den Emotionen wie Angst und Neid, wird nicht mehr zum Entscheidungsfaktor – d.h. vor einer Entscheidung „meditiere ich“ … viele Möglichkeiten dazu sind z.B. auf meiner Homepage zu finden.

Ist die Existenz der Kundalini nach gängigen Denkmustern beweisbar? Ich weiss es nicht! Aber sie ist spürbar!

Kann die Kundalini zu Kopf steigen? Aber klar … wenn sie im Verstand ankommt, kann sich „bei mir selbst sein und zum Wohle meines eigenen Befindens handeln“ schnell in Egoismus umwandeln und man agiert gerne vergleichbar einem trotziges Kind („Ich mag das jetzt sofort, die Konsequenzen sind mir egal!“).

Ist die Kundalini gefährlich?

Ich stelle die Frage anders: „Ist die Erweckung der Lebensfreude gefährlich?“ Es kommt auf dein Leben an, es kommt darauf an, was du in eine Meditation mitnimmst, es kommt darauf an, was du mitnimmst, wenn du mit deiner Kundalini in Interaktion trittst. Was du mitnimmst, bekommst du zurück … nicht mehr und nicht weniger. Es beginnt in DIR!