Ein Leben im Aussen – Ein Leben im Innen

In vielen meiner Postings, so wie auch in diversen Fachartikel zu ähnlichen Themenkreisen, findet Ihr die Bezeichnungen „(Leben im) Aussen“ und „(Leben im) Innen“.

Was genau ist das aber und warum ist dies von Relevanz? … es ist einfach ein Schlüssel für unser Sein …

schluessel

Unser Aussen ist von Vernunft/der Ratio geleitet, in das Innen kommen wir über unsere Intuition – man kann auch (umgangsprachlich) sagen, das Aussen entscheiden wir im Kopf, das Innen im Herzen.

Die Crux an der Sache ist, dass wir gerade jetzt möglicherweise im Aussen sind (obwohl Interesse am Innen besteht, da du ja diese Worte liest). Viele von uns verbringen den Grossteil unserer Zeit im Aussen, das bringt das Leben mit sich, dass wir in unseren heutigen Gesellschaftssystemen führen. Nur im Aussen „bringen wir es zu etwas“, dort finden die Wertungen statt, die wir Bildung, Karriere, Erfahrung, Reichtum, etc. nennen.

Und: das Aussen erkennt das Innen nicht, kann damit nichts anfangen (ein Beispiel: wenn einem durch und durch „vernünftigem“ Menschen gesagt wird, er/sie soll die sichere Existenz – beruflich und/oder privat – einfach so aufgeben und einfach darauf vertrauen, dass alles so kommt, wie es eben kommt! Wie wird dieser Mensch reagieren?).

Viele unserer Empfindungen existieren im Innen wie im Aussen. Es gibt z.B. eine „Liebe im Aussen“ und eine „Liebe im Innen“. Wie kann ich diese nun unterscheiden? Die Liebe im Innen ist keinem Menschen und keiner Sache zugetan. Diese Liebe ist einfach immer da – wertfrei und grundlos. Sie braucht damit auch keinen speziellen Namen zu tragen – sie ist einfach LIEBE. Gibt es dann auch Neid, Zorn und Angst im Innen? Sind wir dauerhaft im Innen, sind wir in einem höheren Bewusstseinszustand, wir „schwingen höher“, dort gibt es diese Emotionen nicht, diese schwingen niedrig. Das Innen ist damit ganz und gar auf unser Wohlbefinden ausgerichtet. Natürlich gibt es im Innen auch Krankheit und Tod, wir bewerten nur nicht. Wir nehmen an – es ist, wie es ist. Wir lernen im Innen, als Neutrale Beobachter wahrzunehmen.

Stellen wir uns die Frage nach „einem Sinn des Lebens“ (eine Frage, die nur im Aussen – von einem „Ego“, einem Ich im Aussen – gestellt werden kann, diese Frage hat zum Ziel, eine Wertung aufzustellen), dann wird die Antwort sein: wir werden im Innen geboren und geraten sehr bald, zumeist durch Fremdeinflüsse, ins Aussen (das Ego entwickelt sich). Es gilt nun – wenn man das möchte – sein Innen wiederzufinden. Das darf ein Ziel, eine Aufgabe sein.

Auch dieser Artikel ist ganz bewusst – in aller Achtsamkeit – mit den Werkzeugen des Aussen geschrieben, denn er richtet sich gerade an das Aussen.

Das Innen erkennt das Aussen. Verbleiben wir dort, wird es bald zu einer Illusion, zu einem grossen Theaterstück. Wir dürfen dann entscheiden, ob und wie weit wir mitspielen – und wenn wir das tun: dann immer mit einem Lächeln.

Wie erreiche ich nun mein Innen?

Nun – in dem wir uns selbst gegenüber achtsam sind und in dem wir mit Hilfe unterschiedlicher Werkzeuge und Hilfsmittel mehr und mehr in den Zustand/den Yoga der Meditation (Meditation – das wertfreien Sein im Hier und Jetzt) kommen, in dem wir auf unser Herz hören, auf unsere Innere Stimme … und das Ego wird zum Selbst („dem Ich im Innen“) transformieren.

Wolfgang Maranius

herz2

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