Vor 2 Monaten hat es begonnen …

Vor 2 Monaten

Vor 2 Monaten sind wir „in das grosse Abenteuer“ aufgebrochen …

… haben unsere aktuelle Homebase Ottensheim in Oberösterreich (und unsere Familien) verlassen, um 6 Monate in Arillas auf Korfu zu Sein und zu Tun, als Gästebetreuer, Worker und Meditationslehrer im Alexis Zorbas Zentrum

… und wir sind immer noch hier 🙂

Ich habe einige Kilos verloren, einige graue Haare mehr, die dafür noch länger geworden sind. Der Teint ist dunkler, das Gewand heller und weiter.

Viele sagen, Korfu sei ein Paradies und dort zu arbeiten und zu leben, ist ein grosses Geschenk …

… und Korfu ist wunderschön, einer der schönsten Plätze, die ich auf dieser Welt kennenlernen durfte – und das waren schon einige. Ich füge einige Impressionen an diesen Artikel an, macht euch ein eigenes Bild).

Es ist natürlich die eine Sache, 2 Wochen Urlaub in einem Paradies zu machen – und eine andere Sache, mehrere Monate dort zu verbringen, dort (auch körperlich) zu arbeiten, in einem anderen Klima, einem anderen Land, umgeben von oft anderen Sitten und Lebenseinstellungen.

Ich durfte z.B. am eigenen Leib erfahren, dass es KEINE gute Idee ist, vor einer Abend-Arbeitsschicht den Tag am paradiesischen Strand zu verbringen oder auf SightSeeing-Tour zu gehen, die Hitze und das Klima entziehen einem jene Energie, die man für die Arbeit benötigt. Es ist auch grossartig, dass wir uns hier vegetarisch und vegan ernähren dürfen, für ein meditatives Sein ausreichend, aber auch hier geht mir dann nach einigen Tagen die Kraft für die körperliche Arbeit aus … und dann gibt es Fleisch, mit einem Dank an das Tier.

Man verbringt viel freie Zeit in seinem Appartement, entsprechend gemütlich darf man sich es auch einrichten. Wir haben ausreichend Raum und einen wunderschönen Blick auf Olivenhaine und das Meer.

Ich habe begonnen, Dinge zu „vermissen“, die mir davor gar nicht so bewusst waren … z.B. der Geruch im Wald, wenn es geregnet hat … der wunderbare Regen mit seiner kühlenden Wirkung und dazu der kraftspendende Wald … auf Korfu gibt es keinen Wald, wie ich ihn aus Österreich kenne … ja, es gibt Bäume, aber sie machen keinen Wald. Vorrangig sind es Olivenbäume, die ursprünglich von den Römern auf diese Insel gebracht wurden. Sie gehören nicht zum Ursprung von Korfu und das ist für mich spürbar.

Mir fehlt die verwurzelnde Kraft des Waldes, das Erdende.

Es sind MEINE Aufgaben, das Erden/Verwurzeln und die Hitze  …

… und dann gibt es die unzähligen Begegnungen und Erfahrungen.

Es sind Begegnungen mit wunderbaren Menschen … und es sind die Erfahrungen, von denen ich spüre, welch grosse Relevanz sie für mein Sein und Tun haben, wie essentiell sie jetzt und für mein weiteres Leben sind.

Ich war hier schon Gärtner, Concierge, Dekorateur, Chauffeur und einiges mehr. Ich darf anderen Menschen dienen, ohne Grenzen zu überschreiten oder überschreiten zu lassen – eine ganz wunderbare Erfahrung. Ich darf bei Satsangs und Mantra-Gesängen dabei sein und eine Vielzahl von Gruppenmeditationen anleiten … mit Blick auf das Meer.

Ich darf für mein Tun essentielle Erfahrungen machen, wenn ich mit Menschen spreche, die Philosophen und Lehrer wie Osho und Papaji noch persönlich kennengelernt und mit diesen ein Stück des Weges gegangen sind. Das geht weit über das Lesen von Büchern und Schriften hinaus.

Gemeinsam mit meiner Frau haben wir in der Freizeit auch ein grossartiges, eigenes, neues Konzept für Retreats und Gruppenmeditationen entwickelt, dass wir hier direkt praktizieren und verfeinern dürfen und von dem ihr in Zukunft noch einiges hören und lesen werdet.

Die Ideen für inzwischen 2 neue Bücher sprühen nur so in mir und landen sofort auf Papier. Ich bin fest am Schreiben.

Ich lerne mich SELBST permanent neu kennen.

Das grösste Geschenk ist, das ich das alles gemeinsam mit meiner Herzensfrau Michaela Ejana erleben darf. Wir wachsen, jeder für sich und als Paar.

Wären wir nicht nach Korfu gegangen, hätte uns die Reise möglicherweise für einige Wochen nach Indien geführt, so nahe als möglich an die Quelle des Seins. Vor einigen Wochen durfte ich ein Gespräch mit einer Dame führen, die über 20 Jahre in Indien gelebt hat, nun viel Zeit auf Korfu und auch im Alexis Zorbas Zentrum verbringt. Eben dieses Zentrum hat sie mit folgenden Worten beschrieben: „Hier bist du Indien in Europa am Nächsten“. Der Kreis schliesst sich …

… und das Abenteuer geht weiter …

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