Wenn die Kundalini zu Kopf steigt …

Wenn die Kundalini zu Kopf steigt

… oder wenn 2 Welten aufeinanderprallen, das/der SchEIN

Dieser Artikel entwickelt sich schon lange … jetzt darf er geboren werden!

 

Warum?

Gerade eben manifestiert sich wieder ein wunderbares Beispiel für das, was ich hier beschreiben möchte … wenn 2 Welten aufeinanderprallen … der Verstand und der Spirit, die Intuition … der/das SchEIN.

Die Themen Achtsamkeit und Meditation finden sich nun öfter und öfter in den Medien und damit erhöht sich auch spürbar das Interesse am Thema im allgemeinen und damit auch verbunden an meinem Tun als Achtsamkeits- und Meditationslehrer. Ohne viel Zutun wird z.B. beim Meditationsnetzwerk Österreich (http://www.meditationsnetzwerk.at) oder auf einer meiner/unserer Homepages (http://www.wolfgang-lugmayr.net, http://www.ejana-maranius.net, http://www.weltspirit.net) zu diesen Themen im Internet recherchiert. Die Seiten-Zugriffe steigen kontinuierlich.

Die erste Frage nach einer Kontaktaufnahme ist dann zumeist: „Was bringt mir Meditation, wohin führt mich Achtsamkeit. Was kann ich erreichen?“

Hmmm … hier beginnt es!

Ich gebe darauf die Antwort: Das, was du möchtest kannst du erreichen. Das, was du in die Meditation mitnimmst, kriegst du auch wieder zurück.

Sag das mal dem Verstand!

 

Steht eine mögliche Zusammenarbeit im Raum, kommt die Bitte: Schreib uns doch bitte kurz und knackig zusammen, was man mit Meditation und Achtsamkeit erreichen kann.

Bitte schön, habe ich einmal gemacht – mit Unterstützung von Marketing-Experten:

 

Die Postkarte – Anno 2016

 

Ist ja einiges – was da so möglich ist!

Und doch: ES geht rein gar nichts ohne dich SELBST, ohne deinen wahren, inneren Antrieb, etwas zu tun …

… und da prallen dann die Welten schon aufeinander!

 

Was möchtest du und warum?

Hier unterschieden sich die beiden Welten essentiell. Ich bringe hier gerne den Vergleich der Östlichen und Westlichen Philosophien. Beide haben die selben Quelle, doch haben sie sich spätestens mit dem Einfluss der westlichen Religionen und Machtsysteme voneinander entfernt. Während östliche Philosophien auf Intuition und Herz basieren, auf Wertfreiheit, lassen wir uns im Westen vom Verstand und seinen Bewertungen antreiben. Es war eine schleichende Entwicklung und dazu geschickt gesteuert.

Nicht nur lässt sich der Verstand leichter lenken und steuern, auch haben wir verlernt zu unterscheiden, was sich unser Verstand wünscht – oft einhergehend mit einem Fremdeinfluss als Basis – und was wir selbst möchten, NÄMLICH unser Herz, unsere Intuition …

… und ja, hier gibt es einen markanten Unterschied.

 

Grundsätzlich ist die Unterscheidung eine Leichte … das erste Empfinden, die erste Intuition kommt direkt aus dem Herzen, von unserer Quelle … und dann zieht sofort der Verstand nach, präsentiert uns eine grosse Menge von Gründen, warum etwas „nicht geht“, fremde Erfahrungen, die irgendwann zu Unseren geworden sind … ich weise an dieser Stelle noch einmal auf die Sache mit der Steuerung und Lenkung hin.

2 Welten

2 Welten

 

Wir treffen in dieser Konstellation oft ganz essentielle Entscheidungen für unser Leben:

Welchen Beruf soll ich ergreifen?
Welche/n Partner/in wähle ich?
Wo möchte ich leben?

Zumeist entscheidet dann der Verstand und wenn dann etwas nicht klappt, z.B. weil es unseren Wahren Aufgaben widerspricht, steckt der Verstand seine gesamte Energie in die Symptombekämpfung und die Suche nach „Schuldigen“. Die Ursache bleibt verborgen … anschliessend suhlen uns auch mal gerne in Selbstmitleid und flüchten uns in Antworten wie: „Ich kann es halt nicht ändern, ich mache das Beste daraus“ …

… und JA … wir suhlen uns wirklich gerne. Es gibt ein Gefühl von Sicherheit. Besser ein Suhlen im Gemütlichen Hamsterrad, als einmal einen Schritt auf die Seite zu wagen, aus dem Hamsterrad heraus … da könnte ja was passieren und da könnte ich auch unbequeme Sichtweise erhalten …

… UND genau das passiert in der Meditation, genau das passiert, wenn ich regelmässig Achtsamkeit praktiziere … ich komme Inneren Wahrheiten auf die Spur und die sind nicht immer angenehm … vor allem für den Verstand, der das über Unwohlsein signalisiert!

DAS präsentiere jetzt einmal einem Unternehmen, das für seine MitarbeiterInnen Achtsamkeitstrainings anbieten möchte. Die könnten doch glatt darauf kommen, mehr Selbst-Bestimmung leben zu wollen … in DIESER Aktuellen Arbeitswelt … geht gar nicht, das stellt das gesamte System in Frage …

… also: bitte umformulieren, sonst klappt das nicht mit der Zusammenarbeit!

Man hat nun als praktizierender Achtsamkeitslehrer 2 Möglichkeiten: man formuliert sein Angebot um, oder man bleibt auf dem eigenen, autentischen Weg, mit so manchem „Nein“ als Begleiter.

Formuliert man um, spielt man das Spiel des Verstandes mit, lässt sich lenken und steigt mit ins Hamsterrad. Man kann dann natürlich dabei unterstützen, das Hamsterrad noch gemütlicher zu gestalten, aber hat dabei auch auf Sand gebaut, oder möglicherweise direkt am Abgrund (was den Schritt auf die Seite erschwert). Das Fundament ist sehr wackelig. Es gibt da in Österreich ein schönes Sprichwort: „Man ist am Sand“ – übersetzt in etwa: man ist „(aus)geliefert“.

Ich bin mit meiner Postkarte nicht glücklich geworden, sie war und ist nicht stimmig für mich. Ich habe sie vor kurzem im Rahmen eines Loslass-Rituals verbrannt.

 

Wenn die Kundalini zu Kopf steigt!

Nun komme ich zu einem Satz, es war vor einigen Jahren plötzlich da war:

„Es steigt die Kundalini zu Kopf“.

Was meine ich damit?

Kundalini“ ist ein Wort, das ursprünglich aus dem Sanskrit kommt, eine uralte Sprache aus dem Indischen Raum. Kundalini steht für „Die Zusammengerollte Schlange„, es ist unsere Lebensfreude, es ist eine Lebensenergie, die vor allem bei Menschen in Westlichen Kulturen über die Jahrhunderte verkümmert ist und sich zusammengerollt hat … im Energiekörper, im Bereich des Beckens, im Bereich unseres Lustzentrums …

… bitte nicht zu verwechseln: die Lebensfreude, die ich hier beschreibe, ist ein Innerer Antrieb, nicht etwas, das durch ein Erlebnis im Aussen zu einer Emotion führt (z.B. durch einen Kauf oder ein Lob). Diese Lebensfreude ist einfach da, oder eben nicht. Sie braucht keinen Grund. Dies ist essentiell und für die nächsten Ausführungen von Relevanz.

Einfach Sein

Angekommen

Recherchierst du ein bisschen, wirst du zahlreiche Techniken finden, die dir helfen sollen, deine Kundalini zu erwecken und am Leben zu erhalten, z.B. Bewegte Kundalini-Meditationen oder Kundalini Yoga

Yoga, ein wunderbares, weiteres Beispiel für die Welten, die hier aufeinander prallen.

Es gibt eine Geschichte, die mir vor einigen Jahren zugetragen wurde und die ich nun weitergeben möchte.

2 Yogis (Yoga-Meister) aus Indien waren zu Gast in Europa und besuchten eine Yoga-Stunde. Nach einiger Zeit standen die Yogis auf und wollten gehen. Der Lehrer fragte, warum sie das tun. Die Yogis meinten: „Wir wollten zu einer Yoga-Stunde, doch dies hat nichts mit Yoga zu tun. Wir kommen in einem Jahr wieder.“

Die Begründung basiert auf der Inkompatibilität der beiden Welten … der Verstand des Westens kann die Östliche Philosophie des Yoga nicht begreifen, macht etwas „Neues“ daraus. Man möchte dem Yoga einen Wert oder eine Bedeutung geben, macht schon gerne einmal eine „Exotische Wellness-Praxis mit esoterischem/spirituellem Touch“ daraus. Wenn der Trend abebbt wird etwas Neues aus dem Hut gezaubert, Hitze-Yoga, Kälte-Yoga, Ziegen-Yoga, Bier-Yoga, Yoga Boot Camps … und am Anfang und Ende meditieren wir jeweils ein paar Minuten … gehört auch dazu.

Die für mich stimmigste Beschreibung von Yoga in seiner ursprüngliche Bedeutung, die ich beim Lesen der unkommentierten Bhagavad Gita (eine uralte Spirituelle Schrift im Hinduismus, basierend auf den Veden) erspürt und erfahren habe, ist wie folgt und auch in meinem Buch „Felix‘ Bewusster Weg“ zu finden:

Yoga bedeutet nichts anderes als ZUSTAND, z.B. der Yoga (Zustand) der Erkenntnis, der Yoga des Handelns und die Verbindung der Beiden: der Yoga des Handelns aufgrund der Erkenntnis … ein weiterer Zustand ist der Yoga der Meditation … der Zustand des Seins im aktuellen Moment.

„Yoga ist Fühlen, Sehen, Lieben, Essen und Trinken. Yoga ist Schlafen und Wachen, Sprechen und Schweigen. Yoga ist auch Stricken, Spazieren Gehen und in einen Bus zu steigen. Yoga ist auch, wenn man ein- und ausatmet, Yoga ist auch zwischen dem Ein- und Ausatmen. Yoga ist immer, wenn man mit dem Göttlichen verbunden ist, wenn man bewusst ist“.

Das Westliche Yoga entstand im 19. Jahrhundert, die Intuitive Idee wurde durch Werkzeuge des Verstandes überlagert: Psychologie (Regelwerke), Esoterik, Okkultismus und Physisches Training auf Basis von vorgegebenen Figuren … später kam auch die Mode und die Aussenwirkung hinzu, das Ego leistete hier ganze Arbeit. Das „stilvolle“ Gewand gehört heute einfach dazu, so wie auch das Bild des topfiten Yoga-Lehrers, der uns Figuren vorturnt.

Die Indischen Yogis erkannten „IHR Yoga“ nicht wieder.

Es sind 2 Welten, die sich nicht verstehen (Verstand) bzw. begreifen (Herz).

Kundalini

Quelle: Fotolia

So … Nun nehmen wir die Kundalini dazu … lass sie uns gemeinsam erwecken, in freudiger ERWARTUNG … in einer Stunde Yoga oder Bewegter Meditation.

Was wird passieren? Wir spüren in uns hinein, es kribbelt möglicherweise schon, uns wird heiss oder kalt, wir empfinden bereits Euphorie und Lust aufsteigen?! Oder gar nix … das wäre vielleicht eine Enttäuschung!

So sind wir konditioniert, wir erwarten uns etwas … und der Achtsamkeitslehrer trägt mit seiner Postkarte noch dazu bei.

Natürlich steigt sie in diesem Szenario auf, die Kundalini, sie steigt in den Kopf. Der Verstand trachtet danach, die Kundalini zu ergründen … und er wird eine Antwort finden … und sei es nur die bessere Durchblutung und der höhere Sauerstoffgehalt in unserem Körper durch die tieferen Atemzüge, die wir ja auch während der Meditation machen.

 

Kommen wir zur letzten Frage …

… am Ende einer z.B. Meditations-Einheit kommt diese Frage immer wieder: Ich habe gehört, das Erwecken der Kundalini soll gefährlich sein? Was ist da dran?

Es ist wieder eine jener Konditionierungen … seit Jahrhunderten begraben wir Lebenslust und Lebensfreude unter Pflichten und der Vernunft … und nun erfahren wir sie plötzlich wieder. Wir sind auf einem neuen Weg, raus aus dem Verstand! DAS MUSS VERHINDERT WERDEN!

Für den Verstand ist die Kundalini natürlich gefährlich. Wir beginnen nämlich hinter den Verstand zu blicken, entdecken ein ganz neues Universum mit unendlichen Möglichkeiten der Selbstbestimmung … mit sich selbst im Mittelpunkt UND EINS mit der Umwelt …

… und NEIN, lieber Verstand, das bedeutet nicht, auch am Ende eines Yoga Boot Camp-Tages der Mittelpunkt zu bleiben, erster am Buffet zu sein … die Ellbogen ausgefahren, weil man nach den Anstrengungen des Tages riesigen Hunger hat – mit einem „Namaste“ auf den Lippen (das nennt man dann „Yoga Krieger„) … oder eben jenes Wesen zu sein, um das sich alles dreht. „We are all one, ich bin oner“.

Das hatten wir schon mal mit unserer Erde, nämlich als sie noch (oder eher wieder) für flach gehalten wurde. Ja, sie ist Mittelpunkt unseres momentanen Seins im Hier und Jetzt, nicht jedoch individueller Mittelpunkt eines Universums …

Quelle des GIF leider unbekannt

… WIR DÜRFEN UNS ZUERST WIEDER ERDEN! MutterVater Erde – in Einheit. 

Agieren wir unachtsam, unbewusst und nur auf das Individuum bedacht, wird es vielleicht bald keine Umwelt mehr geben, in der wir uns wohlfühlen können. Werden wir also EINS, z.B. ganz bewusst im Rahmen einer Bewegten Gruppenmeditation …

… und lass uns die Kundalini gemeinsam ins Herz und die Seele umleiten!

 

Ethik und ImpressumDu möchtest meditieren, still oder bewegt? Du möchtest tantrisch tanzen oder das Natürliche Yoga probieren? Du möchtest eine neue Qualität der Lebensfreude entdecken? HERZLICH GERNE! Ich begleite dich ein Stückchen auf deinem Weg … wir tun es einfach. Ich habe auch ganz wunderbare Techniken aus der Westlichen Spiritualität, zB. aus der Kultur der Kelten im Programm. An diese erinnert sich auch das Westliche Herz, in Verbindung mit der universellen Seele, sehr rasch. Dieses Tun ist ein Teil von uns. Resultate natürlich ohne Gewähr

Alles beginnt in DIR und viel Freude beim Entdecken und SELBST erfahren … aus SCHEIN wird SEIN!

 

Wolfgang Maranius Lugmayr ist Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer und Autor von „Felix‘ Bewusster Weg – Ein Sachbuch mit Geschichte und Betriebsanleitung„, erschienen bei MyMorawa.

 

Ein Tee ist fein

Lehrer SEIN

Komm mit uns im Dezember 2018 nach Neuseeland

Zurück in den Einklang mit der Natur mit Ejana und Maranius

 

Titelfoto by Ben White on Unsplash
Fotocollage from Photos by Nasa and Hoang Duy Le on Unsplash

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