Wozu das Achtsame Schreiben?

Wozu das Achtsame Schreiben

Ich darf zwei Kurse zum Thema „Achtsames Schreiben“ bei WIFI Wien begleiten … einen im November 2017 und einen weiteren im Mai 2018. Dazu biete ich zu diesem Thema auch Persönliche und Online-Termine in Einzelsitzung an bzw. auch Vorträge und Workshops.

Während meiner Ausbildung zum Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer kristallisierte sich sehr bald heraus, WARUM ich mich beim Lesen vieler Texte nachher schlechter fühlte als vorher … zu viel „fremde“ Emotion schwang mit, zog mich hinunter (es fühlte sich so an), machte mir auch immer wieder Angst, machte mich wütend.

Auch beim Lesen von z.B. Homepage-Texten überkam mich nicht nur einmal … und später immer öfter … das Gefühl „das passt nicht zu der Person, die sich hier präsentiert, das ist in meinem Empfinden nicht authentisch“.

Ich sah mir dann meine eigenen Texte (Schreiben ist seit langer Zeit in Hobby von mir, nun auch Beruf) mit anderen Augen an … mit Unterstützung einer Meditations-Technik, der ich jetzt einmal den Namen „Neutraler Beobachter“ geben möchte. Man sieht damit sein eigenes Tun so neutral als möglich, jenseits des eigenen Ego … und lernt viel über sein Handeln und den Antrieb dazu.
Achtsam zu sein bedeutet ganz bei sich selbst zu sein, im Herzen, ohne fremde Einflüsse, möglichst wertfrei in seinem Tun und Handeln und damit in Wohlbefinden …

… das Herz … welch Ausgangsposition für einen Schreibprozess, beim Zusammenfügen einzelner Worte zu einem Ganzen.

Sehr schnell kann uns dabei bewusst werden, was passiert, wenn wir Worte wie „MitLEID“ oder „LEIDenschaft“ verwenden … was wir damit weitergeben … und ja, das sind Worte, die eigentlich seit langem in unserer (unbewussten) Wortwahl Einzug gehalten haben.

Sehr schnell kann uns dabei bewusst werden, was mit einem Text passiert, wenn wir ihn schreiben, während wir gerade Angst haben oder wütend sind … eine Angst oder Wut, die jedoch gar nichts mit dem zu schreibenden Text zu tun haben.

Worte sind Energie, wie alles um uns … und Worte lösen etwas aus, auf Aktion folgt eine Reaktion.

Natürlich kannst du weiterhin Emotion in deine Texte legen, jedoch bewusst, als Werkzeug, nicht als Antrieb.

Welchen Unterschied macht es aus, wenn wir einen Text aus uns selbst heraus schreiben, aus unserem Herzen, aus unserer Seele … es wird viel Liebe mitschwingen und der Schreibfluß wir nicht versiegen. Die Leser werden für ihr Vertrauen in deinen Text mit authentischen Worten belohnt. Das ist gar nicht so schwer, wenn wir vor dem Schreiben bei uns Selbst ankommen.

Das ist Inhalt des Achtsamen Schreibens … mit wenig Theorie und viel Praxis. Wir werden (unter anderem) Texte in der Emotion schreiben, in der wir gerade im Kurs ankommen, z.B. nach einem stressigen Arbeitstag. Danach üben wir uns in einer Achtsamkeits-Praxis und schreiben den Text nochmals … sehen uns die Ergebnisse an … auch in den darauf folgenden Kurseinheiten … immer im aktuellen Moment.

Wir werden auch einen Schwerpunkt darauf legen, was die Suchmaschinen-Roboter aus unseren Texten machen, wenn wir deren Empfehlungen folgen, damit unsere Texte „leichter“ im Internet gefunden werden … und welche „Mittelwege“ möglich sind, um trotzdem authentisch zu bleiben.

Aus aktuellem Anlass möchte ich auch auf die „Barrierefreiheit“ und „Behindertengerechtheit“ in Texten eingehen …

Es gibt also viel, das wir gemeinsam beim „Achtsamen Schreiben“ erfahren und miteinander teilen können.

 

Es beginnt in uns!

Wolfgang Lugmayr, Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer und Autor

 

Zur Anmeldung für den WIFI-Kurs: hier

Hier kannst du z.B. eine Online-Sitzung bei mir buchen: hier

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