Aktuell ist er leer … der Terminkalender!

 

Loslassen und Neues schaffen …

… die Sache mit den Veranstaltungen!

 

Seit knapp 3 Jahren organisiere ich nun selbst Gruppenmeditationen und Retreats. Gerade habe ich das letzte Retreat für heuer abgesagt, der Veranstaltungskalender ist nun bis auf Weiteres leer … es ist Zeit für ein Fazit.

Es ist als selbständiger Meditationslehrer und Einzelunternehmer sehr ressourcen- und zeitintensiv, selbst solche Events zu organisieren (Raum inkl. Miete, Flyer, Werbemassnahmen, etc.), man trägt volles Risiko, geht bei den Kosten oft in Vorleistung und – in meinem Fall – möchte ich eigentlich keine Stornobedingungen aushandeln, um mit vollem Vertrauen in das eigene Tun ans Werk zu gehen.

Die meisten Vermieter entsprechender Räumlichkeiten sind sehr kulant, doch ist es absolut verständlich, dass hier spätestens 1 Monat vor dem Event Stornokosten anfallen. Man hat dann die Wahl im Vertrauen zu bleiben oder sehr frühzeitig abzusagen, um Kosten zu sparen. Ich bin zumeist im Vertrauen geblieben … und hatte dann die Kosten zu tragen.

Ja, es kommen immer wieder mal Zusagen, doch die Absagen folgen – wenn überhaupt – zumeist knapp vor der Veranstaltung. Ich sitze und warte, medtierte dann alleine (Affirmation: „Jetzt habe ich diesen riesigen Raum für mich, super!) oder gehe gleich heim … und sehe mir noch einmal die Flyer an, die dann ins Altpapier wandern.

So tickt offensichtlich die Gesellschaft in der heutigen Zeit: Man sagt mal bei Veranstaltungen zu (oder klickt auf „Interessiert“ – wie praktisch … diese Facebook-Welt) und entscheidet dann kurzfristig, ob man wirklich teilnimmt – Ich habe dafür Verständnis, auch ich stand bereits oft vor Veranstaltungen vor der Entscheidung: „Soll ich jetzt oder doch nicht? Irgendwie klappert da grad was am Auto und es ist Schneefall angesagt … und Halsweh krieg ich auch … hmmm … „, doch habe ich hier auch unternehmerisch zu denken.

Es gilt sich anzupassen oder es zu lassen … oder eben Neues zu schaffen … in neuer Freude!

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Warum hat es in den letzten 3 Jahren nicht so wirklich geklappt mit den Events (und es geht nicht nur mir so, dass weiß ich aus einer ganzen Reihe von Gesprächen mit Menschen, die in einer ähnlichen Situation wie ich sind)?

Ist es das Angebot?

Jein … wie zumeist gibt es keine klare Antwort 🙂

… der Nein-Teil: biete ich z.B. Gruppenmeditationen in Strukturen wie Meditationszentren oder Welnness-Einrichtungen an, kommen die Menschen, sie zeigen Interesse … sie vertreiben sich die Zeit … sie sind neugierig … mit ist das WARUM egal, die Menschen sind da … DAS macht mir Freude … die Rückmeldungen sind gut („Hey, Meditation macht ja richtig Spass!“) und es fühlt sich einfach geil und gut an … und hier trage ich auch kaum eigenes Risiko, ich bekomme den Raum zur Verfügung gestellt und einen – zumeist – niedrigen und doch fixen Betrag als Ausgleich für meinen Aufwand.

… der Ja-Teil: das Angebot „Meditation“ ist nicht so eingeführt – und auch nicht so spektakulär – wie zum Beispiel Yoga oder Biodanza. Ich habe auch nicht vor, Meditation spektakulärer zu gestalten, als es das ist (auch wenn ich von so manchem Experten schon den Rat dazu bekommen habe) … es ist eben Meditation … und sie führt eher durch die Entschleunigung und die Ruhe ins eigene Sein … mit manchmal spektakulärem Zuckerguß, wie bei den Bewegten Meditationen nach Osho.

Ich habe Meditation an großartigen Orten angeboten, z. B. in einem wunderschönen, alten Schloss, in das man sonst kaum Einblick erhält … welch eine tolle Sache … Spektakel pur … soweit es den Zweck erfüllt, es braucht eigentlich nur angenommen zu werden … könnte man sich denken!

Doch das Spektakel „in der Welt da draußen“ ist aktuell ein anderes … es scheint mehr und ist weniger.

Was passiert, wenn man sein Format an diese „Welt da draußen“ anpassen möchte, habe ich seit Jahren beim Angebot zu Yoga beobachtet. Yoga kennt man in unserem Breiten bereits seit den 60er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Die Yoga-Studios und Fitness-Zentren sind voll, in der Stadt und auf dem Land. Doch wurde es dafür so lange „verwestlicht“, bis kaum noch etwas vom ursprünglichen Zweck übrig war. Heute ist eine Yoga-Stunde oft „Fitness mit etwas exotisch-spirituellem Touch“. Diesen Weg möchte ich mit meinem Angebot nicht gehen. Es fehlt mir an Authentizität … da gehe ich lieber in den Wald, ziehe mir dazu buntes Gewand an … und tanze dort mit den Bäumen (hey … was für eine Idee!!!)

Was tue ich nun?

„Meditation“ ist etwas Großartiges und hat den Menschen sehr vieles geben. Es hat sich auch ein entsprechendes Format verdient, kein Anpassen an Gewohntes. Damit würde es zu einem Teil eines Systemes, das in Meditation eigentlich aufgelöst wird … das kann sich in meinem Empfinden nach bisherigen Erfahrungen nicht ausgehen.

Die Abende werden länger, das Tageslicht zieht sich zurück, es ist gerade die ideale Zeit für Rück-/Innenschau und das Gebären neuer Ideen und Konzepte … und es sind vielfältige Ideen da, die sich nun entwickeln dürfen.

JA, ich möchte eine Angebot zur gemeinsamen Meditation stellten … doch auf neuen Pfaden. Es ist etwas am Entstehen.

Bis dahin bleibt dieser Event-Kalender leer.

 

Foto: Jeeshots/unsplash – Thank you! <3