Meditationen Demenz

Dieses Angebot ist mir eine absolute Herzensangelegenheit und ich wende mich speziell an die Angehörigen von Menschen mit Demenz, Alzheimer und sonstigem, zunehmendem und nachhaltigem, Gedächtnisverlust … sowie an Einrichtungen und Vereine, die Menschen in solchen Situationen unterstützen.

(Anmerkung: wie bei all meinen Angeboten bin ich im folgenden Text sofort beim Du)

Ich liebe dich!“ … „Wer bist du?“ …

Die in meinem Empfinden grösste Aufgabe im Umgang mit geliebten Menschen mit Demenz ist es, das Erlebte nicht persönlich zu nehmen … ein Mensch, mit dem ich möglicherweise schon viele Jahre zusammen lebe, der mich geboren hat und der mich dann eines Tages nicht mehr erkennt, mich sogar verleugnet, einen Ausweis verlangt, nach der Polizei ruft, wenn ich helfen möchte … das geht an die Substanz.

Solche Erlebnisse können traurig machen, abstumpfen, sogar Aggressionen hervorrufen und traumatisch wirken, in die Erschöpfung und zu Depressionen führen.

Aus meiner langjährigen Tätigkeit als Meditations- und Achtsamkeitslehrer weiss ich, wie hier Erleichterung, sogar Ausgleich geschaffen werden kann – mit oft ganz einfachen Übungen, regelmässig praktiziert.

Wie ist das möglich?

Lass mich dazu etwas ausholen.

Auslöser von Emotionen wie zum Beispiel der Trauer, Aggression oder auch der Angst, ist das oft zitierte Ego, das „Fremd-Ich„. Es ist ein Teil unserer Persönlichkeit, wie auch das „Selbst-ICH„, in dem wir geboren werden.

Aus Erfahrungen anderer/“fremder“ Menschen bauen wir im Laufe unseres jungen Lebens über das Werkzeug „Verstand“ ein Ego auf. Man sagt uns, wie das Leben funktioniert und danach richten wir uns zumeist, freiwillig und/oder weil es dafür „Belohnungen“ gibt, zum Beispiel gute Noten in der Schule. Erst im Laufe unseres Lebens integrieren wir dann wieder das Selbst-Ich stärker in unsere Persönlichkeit.

Man findet mit zunehmendem Alter zu sich„, wie es so schön heißt.

Der Schlüssel ist – werde dir bewusst: nur das Ego nimmt etwas persönlich … 

… und es erschöpft sich, weil es permanent etwas erwartet – zum Beispiel, dass es geliebt wird oder dass ein Mensch auf bestimmte Art und Weise reagiert. Wird die Erwartung nicht erfüllt, kommt es zu Emotionen wie Trauer, Aggression oder Angst.

DESWEGEN ist für das Ego im unmittelbaren Umgang mit einem Menschen mit Demenz/Alzheimer KEIN Platz.

Um eines klar zustellen: 

Das Ego ist nichts „Böses“, das man loswerden sollte, es ist ein Teil von uns. Doch das Ego macht sich aus einem Überlebensdrang heraus gerne wichtig, es wird zu Antrieb in unserem Leben, anstatt Werkzeug zu sein, wenn ich es einmal brauche – zum Beispiel, um eine Prüfung in einer Bildungseinrichtung abzulegen.

Es will ja eigentlich nur „unser Bestes“, doch eben ausschließlich aus fremder Erfahrung heraus … und folgen wir nicht seinen Ratschlägen, reagiert es zum Beispiel mit dem „schlechten Gewissen“ und stellt die Schuldfrage, wenn etwas nicht funktioniert.

Die Bedürfnisse des in uns schlummernden Selbst-Ich bleiben zumeist unberücksichtigt, die Unzufriedenheit wächst, das Wohlbefinden schwindet.

(Anmerkung: wenn du  – spätestens jetzt – Widerstand gegen das Gelesene spürst, oder auch Trotz, ist das Teil eines natürlichen Prozesses … das Ego meldet sich zu Wort, wir befinden uns in „seinem Revier“. Lass es einfach zu).

Wie kann ich dich unterstützen?

Die Übungen und Meditationen, die ich im Rahmen dieses Angebotes weitergebe, habe ich während meiner Ausbildung zum Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer kennengelernt und nach eigener Erfahrung selbst weiterentwickelt. Sie dienen dazu, das Ego und sein Tun zu erkennen und das Selbst-Ich zu stärken, „SELBSTvertrauen“ zu erlangen, einen Ausgleich zwischen den Persönlichkeitsanteilen herzustellen.

Ich werde dabei unterstützt, die eigene Mitte wiederzufinden.

Das Ego kann während der Zeit, in der ich mit dem dementen Menschen interagiere, zum Beispiel „zum Spielen/Austoben geschickt werden“, wie ich es gerne nenne … auf eine eigene „Spielwiese„, die man sich selbst visualisiert. Zu Beginn der Meditationspraxis wird das Ego damit abgelenkt, durch langfristige Praxis nimmt es seine Rolle mehr und mehr an und freut sich, wenn es später wieder in das Tun einbezogen wird …

… erinnert das nicht sehr an ein „Inneres Kind“?

Wie wirkt sich die Meditationen aus und um Welche handelt es sich?

Du lernst, das Erlebte und deine Empfindungen nicht mehr persönlich zu nehmen. Sie sind da, doch du bewertest sie nicht mehr. Die Trauer, die Aggression, der Stumpfsinn lösen sich damit Schritt für Schritt auf.

Du beziehst das Verhalten des dementen Menschen nicht mehr auf dich und doch bist du ganz liebevoll mit ihm verbunden, auf ganz neuer Ebene – über das Selbst-Ich.

Es sind etwa 40 Methoden (Meditationen und Achtsamkeitsübungen), die ich je nach Bedarf individuell in einem Einzelcoaching oder in der Arbeit mit einer Gruppe einsetze, es sind Stille und Bewegte Meditationen, manchmal singen wir („chanten“) oder tanzen. Viele Meditationen machen großen Spaß, überhaupt steht die Freude steht am gemeinsamen Sein und Tun im Mittelpunkt.

Ich gebe jene Werkzeuge in die Hand, um sich selbst Zeit zu schenken, in der eigenen Kraft zu bleiben, sich trotz der oft fordernden Situation wohl zu fühlen …

… und diese Werkzeuge können auch in Interaktion mit den dementen Menschen eingesetzt werden. Ich habe hier zum Beispiel ganz wunderbare Erfahrungen mit dem Mantren-Gesang gemacht.

Wie läuft eine solche Meditation ab?

Ich schaffe einen geschützten Raum, den ich während der gesamten Zeit der Meditation aufrecht erhalte, leite die Meditation an und stehe im Anschluss für ein Sharing zur Verfügung – das ist der wertfreie Austausch von Erfahrungen auf Augenhöhe.

Das Sharing ist eine wunderbare Achtsamkeitsübung für sich, denn in Gesprächen und Diskussionen steht das Ego gerne im Mittelpunkt, wird zum Antrieb, bewertet … und kostet damit zusätzlich Kraft und Energie, ohne dafür etwas Nachhaltiges zurück zu erhalten. Man fühlt sich damit am Ende eines Gespräches oft schlechter als zuvor.

Das Sharing dient vor allem dem liebevollen Loslassen und dem nachhaltigen Wohlgefühl.

Was während der Meditationspraxis noch passieren kann:

Der Angehörige erhält im Laufe der Mediationspraxis in vielen Fällen eine andere Sichtweise auf die „Erkrankungen“ Demenz und Alzheimer (ich vermeide das Wort „Krankheit“ übrigens ganz bewusst – Demenz und Alzheimer sind in meinem Empfinden Bewusstseinszustände), es werden tatsächliche Ursachen hinter den Symptomen erkennbar. Diese Erfahrung ist essentiell für den allgemeinen Umgang mit betroffenen Menschen.

Die Gesamtsituation wird „handhabbarer“.

„Ich liebe dich!“ … „Wer bist du?“ … „Das ist egal, ich bin einfach hier und liebe dich!“

Zu meiner Person

Ich bin selbst ein betroffener, unmittelbar Angehöriger eines Menschen mit Demenz …

… UND ich habe am eigenen Leib erfahren, wie es ist, die eigene Persönlichkeit zu verlieren.

Es war vor 10 Jahren, nach einem 16stündigen Arbeitstag in einem Hotelzimmer in München, als es bei mir „Klick“ gemacht hat und ich mich für kurze Zeit selbst vergessen habe. Es war ein prägendes Erlebnis. Ich stieg in Folge aus meinem stressigen Beruf aus, begann meinen Weg als Meditations-/Achtsamkeitslehrer. Langsam kamen meine Erinnerungen zurück, Schritt für Schritt … und dafür bin ich sehr dankbar. Doch noch heute erkenne ich manche Menschen und Situationen auf älteren Fotos nicht (mehr), die auf mich jedoch sehr vertraut wirken.

Während meiner täglichen Meditationspraxis wurde mir mit der Zeit immer bewusster, warum ich diese Ausbildung gemacht habe … um die eigene Situation zu meistern, aber auch meine Erfahrungen anderen Menschen weiterzugeben. Es ist ein Bestandteil meines Selbst-Ich.

Meditation macht den geliebten Menschen nicht mehr heil (mehr dazu in meinem Beitrag zu Demenz), doch sie unterstützt die Angehörigen dabei, die eigene Situation besser zu meistern, das Positive darin zu sehen und zu erkennen, dass man nur dann Andere unterstützen kann, wenn man sich selbst wohl fühlt …

… und man entdeckt, daß man über gemeinsame Erlebnisse mit den geliebten, dementen Menschen sogar ganz herzlich lachen kann, auch wenn sie auf Außenstehende eher traurig wirken.

Mein Name ist Wolfgang Lugmayr, ich bin Dipl. Meditations- und Achtsamkeitslehrer und wohne gemeinsam mit meiner Herzens- und Lebenspartnerin Michaela in Ottensheim an der Donau/Oberösterreich.

Mein Angebot zur „Meditation mit Angehörigen von Menschen mit Demenz“ reicht von Einzelsitzungen bis zu Gruppenmeditationen und mehrtätigen Seminaren.

Ich wende mich damit an die Angehörigen selbst, so wie an Einrichtungen und Vereine, die Menschen in dieser Situation unterstützen. 

Dieses Angebot ist mir eine Herzensangelenheit und ist preislich dauerhaft reduziert.

Kontaktaufnahme und weitere Informationen:

Telefon: +43 699 1 920 15 88, E-Mail: info@wolfgang-lugmayr.net, Facebook: der.weg.an.die.quelle

Danke für dein Vertrauen!