Traum und Meditation

Traum und Meditation

In diesem Artikel möchte ich eine Verbindung zwischen Träumen und Meditation herstellen.

Lass mich dazu einmal mit den 4 grundlegenden Formen von Träumen beginnen:

1. Der verarbeitende Traum

Erfahrungen des vorangegangen Tages werden dabei verarbeitet, das Unterbewusste „verdaut“ den Tag, ordnet die Erlebnisse ein. Es sind zumeist Bilder und Gefühle, die einen Zusammenhang mit dem Erlebten herstellen.

2. Der physiologische Traum

Das Unterbewusste gibt Hinweise auf gerade anstehende physische (körperliche) Themen. Das sollte man nun jedoch nicht mit z.B. einem Arztbesuch vergleichen, bei dem ich eine Beschwerde nenne und etwas „dagegen“ oder „dafür“ verschrieben bekomme. Die Hinweise sind wesentlich diffiziler, man darf sie sich genau ansehen und eigene Zusammenhänge herstellen.

Ein Beispiel für einen solchen Traum ist, wenn ich davon träume, dass ich eine amputierte Hand habe und ich am Morgen beim Aufwachen merke, dass ich auf dieser Hand liege und sie „eingeschlafen“ ist oder weh tut.

3. Der psychologische Traum

Das Unterbewusste gibt Hinweise auf gerade anstehende psychische (geistige) Themen. Auch hier gilt es genau hinzusehen und eigene Zusammenhänge herzustellen. Falle ich in meinem Träumen immer wieder ins Leere, darf ich mir im Wachzustand ansehen, wieviel Leere ich in meinem Leben empfinde.

4. Der Seelentraum

Spätestens in diesem Traum verlassen wir die Welt des Verstandes und tauchen tief in andere Ebenen hinab, es öffnet sich uns ein neues Universum. Raum und Zeit heben sich auf, man träumt zum Beispiel viel längere Zeiträume in wenigen Minuten. Man schlüpft auch in frühere Ich’s, trifft auf vertraute Menschen, die man im „Wachzustand“ gar nicht kennt.

Wenn diese Seelenträume unmittelbar nach dem ersten Erwachen in einem „halbwachen“ Zustand weitergesponnen werden (oft noch unterbewusst – „man möchte wissen, wie es ausgeht„) spricht man von einem „luziden“ Traum.

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Wir träumen jede Nacht, erleben auch mehrere Formen von Träumen, oft auch vermischt. Vieles wird vergessen (vor allem bei der verarbeitenden Form) und das ist auch gut und richtig so. Es ist nicht notwendig sich alles zu „merken“, das Unterbewusste übernimmt das für uns, wir dürfen vertrauen.

Möchte man sich die physiologischen und psychologischen Träume näher ansehen, empfehle ich ein Traumtagebuch zu führen und zwar unmittelbar nach dem Aufwachen, wenn die Erinnerung noch frisch ist. Schreibe deine Träume einfach auf, ohne sie zu bewerten und sieh dir diese Aufzeichnungen im Laufe der Zeit immer wieder an. Erkennst du dabei Zusammenhänge? Dann verfolge diese nach.

Nun lass mich einen Zusammenhang mit der Meditation herstellen.

Meditiere ich regelmässig, stelle ich auch eine regelmässige Verbindung mit meinem Unterbewussten her … und damit werden mir auch meine Träume immer bewusster. Ich erinnere mich immer öfter am Morgen an die Träume der vergangenen Nacht und kann immer mehr „damit anfangen“. Ich beginne die Sprache meines Unterbewussten zu sprechen.

Vor allem die Seelenträume beginnen sich in meiner Erfahrung zu häufen. Ich beginne das wunderbare Universum zu begreifen, dass sich jenseits meines Verstandes befindet, bleibe dabei aber immer im Vertrauen, dass gerade die Erinnerung kommt, die ich gerade brauche. Ich versuche nichts hervorzukitzeln, halte auch – nach einigen Erfahrungen – nichts von z.B. Rückführungen.

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Wenn dich dieses Thema interessiert, beginne einfach regelmässig mit Meditationsübungen (ich unterstütze dich gerne dabei, die für dich Richtigen zu finden), führe dein Traumtagebuch und gib dir vor allem die Zeit, die es braucht …

… und ja, etwas zu den zahlreichen Bücher über Traumdeutung: hier wird oft versucht ein Muster über etwas zu legen, wo es einfach kein Muster gibt. Wenn du von einem Krafttier träumst, etwa von einem Hirschen, heißt das nicht, das es für dich das Gleiche bedeutet wie für einen anderen Menschen. Träume sind ebenso individuell, wie wir Menschen es sind, die träumen.

Eine der Aufgaben in unserem Leben ist das Erkennen einer Selbstbestimmtheit. Alles beginnt in uns … auch unsere Träume!

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Mein Name ist Wolfgang Lugmayr. Ich bin Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer und Wortmagier. Gemeinsam mit meiner Frau Michaela, einer Dipl. Lebensfluß-Kristall-Energetikerin und angehenden Kräuter-Pädagogin, lebe ich im idyllischen Traunviertel/Oberösterreich.

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Möchtest du inmitten von Olivenhainen und direkt am Meer meditieren und Rituale zelebrieren? Dann komm doch mit uns im Oktober 2019 in das Alexis Zorbas Zentrum auf Korfu Details findest du hier.

Ich pflanze einen Baum für dich: hier.

 

Meditation in Österreich

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Title-Image by Jonny Lindner from Pixabay – Thank You!

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