(Parallel)Universen, Multiversen … und die zwecklosen Versuche, etwas zu bewirken

Universen, Multiversen

(Parallel)universen, Multiversen … und unsere kleingeistigen und zwecklosen Versuche, etwas „zu verändern“ oder „zu bewirken“.

Beschäftigt Ihr euch mit Paralleluniversen und Multiversen abseits unserer eigenen, bewussten Existenz? Anbei der aktuelle Stand der Forschung (aus Quantentechnik/-physik/-mechanik, Mathematik, Künstliche Intelligenz, Astronomie, nix „Esoterisches“ also)… in Worte gefasst nach der Lektüre entsprechender Kapitel im Buch von Frank Schätzing – „Die Tyrannei des Schmetterlings“ (der Roman eines Autors, der sich bekanntermassen – ich empfehle „Der Schwarm“ – sehr intensiv mit den Themen beschäftigt, die er dann in eine Geschichte einbettet) und weiteren, eigenen Recherchen.

Ebene 1 – Universen
Universen sind parallele Welten im selben physikalischen Raum. Sie sind Teil der selben materiellen Wirklichkeiten, unterliegen den selben Naturgesetzen wie unsere eigene, bewusste Existenz. Doch liegen grosse, physische Distanzen zwischen den jeweiligen Universen, zur Zeit scheinen Paralleluniversen nicht erreichbar zu sein.

Ebene 2 – Multiversum
„Ein Universum ist wie eine Blase in einem Teig, der sich immer weiter ausdehnt“ … linear, nach unseren Vorstellungen von Zeit und Raum. Der Teig ist ein Multiversum und ist (persönliche Anmerkung: mit Mitteln des Verstandes) nicht zu durchdringen. Es gibt sehr viele Blasen im Teig, die oft sehr nahe beisammen liegen und doch so fern scheinen.

Ebene 3 – multidimensionale Multiversen
Unser Teig dehnt sich nun multidimensional aus. Es vollzieht sich jede nur erdenkliche Geschichte. Unentwegt erfolgt eine Aufspaltung, je nach getroffener Entscheidung. Jeder Mensch lebt jede Variation seines Lebens, ohne sich dessen bewusst zu sein, auf vielen Ebenen. Jeder Mensch glaubt ein „Orginal“ zu sein, in einer Welt, die ebenso DAS „Orginal“ zu sein scheint. Zeit hat keine Bedeutung mehr, ist aber existent.

Ebene 4 – alternative Multiversen
Auf dieser Ebene haben Naturgesetze keine Geltung mehr, Zeit und Raum lösen sich auf und bilden sich immer wieder neu. Alle Karten sind neu gemischt, beginnend am Nullpunkt. Es bilden sich alternative, mathematische Strukturen der Wirklichkeit. Es geschieht das „Undenkbare“. Es gibt unendlich viele Menschen mit unendlich vielen Geschichten, denkbar und undenkbar, folgend den Naturgesetzen und sie brechend.

 

So … und nun? Wozu schreibe ich das nieder?

Ich träume zurzeit sehr intensiv … die aktuelle Zeit- und Energiequalität macht es möglich. Ich bin überzeugt, dass unsere Träume uns unter anderem die Möglichkeit bieten, einen Blick auf andere Ebenen zu werfen und meine regelmässige Meditationspraxis schenkt mir die Möglichkeit, einige dieser Träume in Erinnerung zu behalten, im BewusstSein.

So bin ich mir bewusst, dass ich wie selbstverständlich Dinge träume, die ich einfach nicht wissen kann. Ich bin an Orten, an denen ich in diesem physischen Leben noch nicht war, kenne nach den Träumen aber viele Details und finde sie nach Recherchen (ob im Internet oder persönlich) bestätigt. Ich kenne in meinen Träumen Menschen, die ich in meinem physischen Leben nicht kenne. Auch das ich während 30 Minuten tiefen Schlafes Geschichten träume, die sich über einen weit längeren Zeitraum ziehen (auch mehrere Tage) ist für mich Realität, doch kann ich es mir nicht erklären.

Ich habe abseits meiner Träume auch schon so genannte Rückführungen mitgemacht. Sie haben bei mir den bleibenden Eindruck hinterlassen, wie viel mehr sich jenseits unseres eingeschränkten Verstandes befindet. Ich weiss zum Beispiel, dass „ich“ (bzw. ein Seelenanteil von mir, um eine gängige Bezeichnung zu verwenden) in einem „früheren Leben“ im Jahr 1904 oder 1906 in Villnöss/Südtirol während eines Gelages beim Dorfwirten mit einem offensichtlichen Herzinfarkt vom Sessel gekippt und gestorben bin, nachdem ich ein langes Leben als mächtiger Mann geführt habe und fies zu Frauen (Ehefrau und Geliebten) war. Ich kenne sogar meinen früheren Vornamen und jedes Mal wenn ich Bilder von der Kirche und dem Hauptplatz von Villnöss sehe, gibt es mir den Stich des Erkennens im Herzen. Ich habe begonnen nachzuforschen, vieles hat sich mir bestätigt, doch habe ich dann losgelassen … mit zunehmender Meditations-Erfahrung …

… denn was bringt mir dieses Wissen? Wozu ist es gut? Inzwischen habe ich die Gewissheit, dass Rückführungen einen Missbrauch meiner Seele darstellen und genauso irrelevant sind wie eine unbewusste Anwendung so vieler anderer „energetischer Methoden“.

 

Soll ich mir erklären, was einmal war, was „anders“ sein könnte? Ist es notwendig? Ist es meine Aufgabe?

Wenn ich mir die Ebenen von Universen und Multiversen ansehe, habe ich meine Antworten, es ist mit einem Mal stimmig und klar. Es ist wie es ist. Alles ist, wie es sein soll, gerade jetzt, für MICH in dieser physischen Existenz und darüber hinaus. Ich erkenne ein grosses Ganzes.

So vieles löst sich auf für mich, z.B. ein Drang, wissen zu wollen, was mir meine Zukunft bringt, ob ich Dinge das nächste Mal „besser machen kann“, ob es „Ausseridisches Leben“ gibt oder eine Chance auf Weltfrieden. Es ist ohne Relevanz für mich. Wozu Weltfrieden? Wozu das Wissen von Ausserirdischem Leben? Wozu das Wissen in DIESEM Moment, was in meiner Zukunft passiert … und ich werde nicht mehr in die genau gleiche Situation kommen, um „etwas besser machen zu können“. Etwas wird in jedem Fall anders sein, nämlich mein Empfinden in jenem Moment.

Auch habe ich schon vor einiger Zeit meine Tätigkeit als „Energetiker“ eingestellt. Zu irrelevant und missinterpretiert ist in der aktuellen „offiziellen“ Definition dieser Tätigkeit der Einfluß der Lebensenergie auf unser „Lebens-Systems“ – so nenne ich die Einheit von Körper, Geist und Seele.

Wenn jemand zum fünften Mal an einen „falschen“ Partner gerät (oder den „falschen“ Job annimmt) und damit wieder und wieder die selben Erfahrungen macht, um dann beim sechsten Mal wieder in die Falle zu gehen, dann löse ich hier gar nichts mehr auf, löse keine Blockaden mehr … das ist ein spirituelles und energetisches Hamsterrad. Dieser Mensch wird sich immer weiter im Kreise drehen, weil er die Erfahrungen nicht annimmt, um daran zu wachsen. Es beginnt in der Selbstverantwortung, in Gewissheit, dass ALLES in mir selbst beginnt.

Nur in ganzheitlichen-bewussten Settings, wenn ich eine tatsächliche Bereitschaft meines Gegenübers spüre aus sich selbst heraus etwas zu verändern, praktizieren wir gemeinsam eine Meditation mit Heilaspekt, direkt am Nullpunkt, in Selbstverantwortung, ohne Erwartungshaltungen (bis dahin meditieren wir einfach gemeinsam, dann kommt mit der Zeit alles von selbst … und auch der Wunsch, sich mit tatsächlicher Heilung zu beschäftigen).

Es geht im unserem Leben auch darum, Erfahrungen wie Schmerz, Trauer und Krankheit in unser Lebens-System aufzunehmen. Diese Erfahrungen brauchen wir für unseren Weg in unser persönliches Gleichgewicht. Alles hat seine Zeit. Jeder Versuch, der uns um jeden Preis gesund machen will, wird zwangsläufig scheitern. Das Grosse Ganze, das hinter all den Ebenen unseres Seins steht, hat einen klaren Plan. Es weiss was es tut. Ich helfe diesem Menschen nicht, wenn ich ihm damit (kurzfristig) Erleichterung schaffe.

Ich nehme ihm nur die Möglichkeit einer essentiellen eigenen Erfahrung, die Chance ins Gleichgewicht zu kommen. Nur MEIN Ego profitiert davon und bläht sich weiter auf. Es blendet nur und ist ohne Relevanz im Grossen Ganzen.

Die Frage ob es von Bedeutung ist, dass ich in einem „Energie-/Lichtkörkper“ herumwerke, um z.B. Blockaden wegen zum wiederholten Male gescheiterten Beziehungen zu lösen oder eine „Arbeitsfähigkeit“ trotz chronischer Probleme wiederherzustellen, kann ich ganz klar mit „NEIN“ beantworten. Das ist nicht Aufgabe und Zweck der universellen Lebensenergie und damit der „Energie- und Heilarbeit“. Sie ist ein Geschenk des Grossen Ganzen an uns, um im Ausgleich zu bleiben, damit wir unseren wahren Lebenszweck erfüllen können.

In jedem unserer physischen Leben, auf allen Ebenen, haben wir Aufgaben zu erfüllen und können unsere Talente und Möglichkeiten leben … wie auch unsere Entsprechungen auf anderen Ebenen, in Universen und diese wieder in den Multiversen … es gibt unendlich viele Möglichkeiten.

Alles andere Denken ist eine Überheblichkeit eines einzelnen Intellekts und aufgeblähten Egos und ein grundsätzliches Missverstehen. Es ist zutiefst kleingeistig.

Auch die oben angeführten Beschreibungen dieser Ebenen kommen zum Teil möglicherweise aus Bereichen des Intellekts, die nur das beschreiben, was man auch versteht und erklären kann (“ … etwas, das man nicht erreichen kann …“) … also aus jenen 20% der Gehirnregionen, in denen sich Verstand und Intellekt tummeln. Bleiben also noch 80%, die kaum erforscht sind, weil weniger und weniger begreif- und erklärbar. Auf dieses dünne Eis begibt sich der Kleingeist nicht gerne.

 

Wie können wir diese Kleingeistigkeit, die Überheblichkeit und Ignoranz unseres Egos/Verstandes überwinden und unseren Weg in der aktuellen physischen Existenz finden?

Anstatt permanent „verstehen“ und „verändern“ zu wollen, unsere gesamte Lebenszeit und Energie in die Beantwortung von Fragen zu stecken, die nicht beantwortet werden müssen, können wir unseren aktuellen Möglichkeiten, Aufgaben und Talente IM Hier und Jetzt entdecken und dann auch nutzen … und nachhaltige Freude an dem haben, was man IST, anstatt die kurzfristige und vergängliche Freude, etwas „erreicht zu haben“.

Mir haben die Werkzeuge der Meditation geholfen, meinen Weg zu beschreiten und hin und wieder gewähren sie mir einen Blick auf andere Ebenen, um das Grosse Ganze begreifen zu lernen und es liebevoll anzunehmen. Das Ego, das so gerne im Mittelpunkt allen Seins steht, nehme ich da einfach mit hinein, weise ihm seine Rolle zu, es darf lernen.

Jenes grosse Ganze weiss was es tut, auf jeder einzelnen Ebene und in seiner Gesamtheit („in Einheit“) … jede unserer Entsprechungen hat eine klare Aufgabe und hat dafür seine Möglichkeiten und Talente. Jede unserer achtsamen und bewussten Handlungen löst neue multidimensionale Erfahrungen aus und trägt zum grossen Ganzen bei.

Alles andere verbrennt unsere Energie, schwächt unseren Lebensfunken und wir verbrennen uns bei unseren zwecklosen Versuchen des „Etwas Bewirkens“ oder der Veränderung (bei uns selbst oder bei anderen) nicht nur unsere Finger, sondern auch unser gesamtes Lebens-System … Burn-Out in seiner ganzheitlichen Bedeutung … er ist absolut zwecklos.

Es beginnt in uns selbst.

Wolfgang Lugmayr ist Dipl. Meditations-/Achtsamkeitslehrer, Autor und Berater für den Achtsamen Umgang mit der Informationstechnologie. Er wohnt mit seiner Lebenspartnerin Michaela und idyllischen Städtchen Ottensheim an der Donau nahe Linz.

Einladung zur Wohlfühlzeit mit Lesung – am 27.9.2018 im Curhaus Bad Mühllacken/Oberösterreich: hier

 

Photo by NASA on Unsplash – Thank You!

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