Warum diese Emotionen?

Warum diese Emotionen

Wenn die schönste Katze oder der schönste Hund gewählt wird, wer freut sich dann? Es ist der Besitzer, dem Tier ist das herzlich egal.

Wenn das schönste Baby gewählt wird, wer freut sich dann? Es sind Mama und Papa, dem Baby ist das herzlich egal.

Später wird dem Kind dann erklärt, daß es gut und wichtig ist, wenn man etwas gewinnt und nicht so gut, wenn man verliert. Es ist wichtig für das Leben.

Das Kind beginnt sich nun zum Beispiel bei einem Spiel über einen Sieg zu freuen und traurig zu sein, wenn es eine Niederlage einstecken muß.

Es beginnt sich das zu entwickeln, dass wir Ego nennen. Für das Ego ist diese Form von Freude und Trauer von Bedeutung, Emotionen, die durch etwas ausgelöst werden und Emotionen, die zu etwas führen. Es wird neben unserem natürlichen Zustand des Seins nun eine neue Art der Persönlichkeit aufgebaut … eine Persönlichkeit, die sich an Äußerlichkeiten orientiert, in einem Leben, das sich an Äußerlichkeiten orientiert.

Schauen wir nun in die Gesichter von Politikern, wenn ihre Partei gewinnt oder verliert. Sie freuen sich oder sie sind traurig.

Ich frage mich immer wieder: „Warum diese Emotion? Es geht doch dabei gar nicht um dich persönlich.“

Was bewegt Politiker zu dieser Emotion? Warum nehmen sie es so persönlich?

Es ist jener Moment, in dem sich Politik als das entlarvt, was sie eigentlich ist, die grösstmögliche Spielwiese für ein Ego … und die Wahl ist das aktuelle Spiel …

… und weil es in den aktuellen politischen Systemen nun einmal nicht anders möglich ist, schliesst sich das individuelle Ego mit Anderen zu einem kollektiven Ego zusammen, zu einer „Partei“, um gemeinsam Etwas zu vertreten, das Beste dafür zu erreichen, für das grösstmögliche kollektive (?)  Ego – das eigene Land.

Hat man den Eindruck das gelingt, freut man sich, wenn man es nicht schafft, wird man traurig … oder trotzig … im eigenen Ego.

… genauso wie sich der Goldmedaillen-Gewinner bei Olympischen Spielen freut, weil er für sein Land gewonnen hat … natürlich 😉

 

Wir, die beim Spiel zusehen, spielen das Spiel dann mit, wir werfen von Außen Sand in die Sandkiste. Wir freuen uns mit, wir trauern mit.

Wir können es aber auch lassen, wenn wir das nicht wollen. Es bringt uns nämlich nichts. Es kann uns auch herzlich egal sein. Wir können uns essentiellen Dingen unseres Seins widmen … und dort Wahre Freude finden.

Es beginnt in uns!

 

Fotoquelle: Vero Photoart/Unsplash – Thank you!

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